Typische Stromfresser
Alte Heizungspumpen, Herd, Gefrierschrank und Trockner verbrauchen besonders viel Energie.
Hier erfahren Sie, wie Sie die größten Stromfresser im Haushalt finden und nachhaltige Lösungen umsetzen, um Energie und Kosten einzusparen.
Alte Heizungspumpen, Herd, Gefrierschrank und Trockner verbrauchen besonders viel Energie.
Mikrowelle, Kaffeeautomat oder Fernseher ziehen oft unbemerkt Strom – auch im Standby-Modus.
Mithilfe eines Strommessgeräts oder einer smarten Steckdose lässt sich der Stromverbrauch herausfinden.
Geräte nachts oder im Urlaub ganz ausschalten – das spart Strom und Geld.
Mit zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören
Diese Angaben sind Durchschnittswerte und beziehen sich beispielhaft auf einen Drei-Personen-Haushalt.
Ein Strommessgerät eignet sich gut, um Stromfresser im Haushalt zu identifizieren. In diesem Fall sollten Sie eine Tabelle anlegen, in der Sie die Messungen festlegen. Sie können aber auch mithilfe einer smarten Steckdose in Kombination mit dem Handy Ihren Stromverbrauch messen.
Wenn die Stromrechnung sehr hoch ist, lohnt es sich möglicherweise, den einen oder anderen Stromfresser im Haushalt auszutauschen. Vergleichen Sie dafür die gemessenen Werte Ihrer alten Elektrogeräte mit den Produktangaben neuerer Geräte auf dem Markt.
Ein sehr hoher Stromverbrauch im Haushalt kann auf alte oder defekte Geräte, ein geändertes Nutzungsverhalten oder auch einen fehlerhaften Stromzähler zurückzuführen sein.
Ein erster Schritt kann sein, die größten Stromfresser im Haushalt zu identifizieren – zum Beispiel mit einem Strommessgerät oder einer smarten Steckdose. Sobald Sie wissen, welche Geräte besonders viel Energie verbrauchen, können Sie gezielt Maßnahmen ergreifen.
Zu den sogenannten „Stromfressern“ oder „Stromverbrauchern“ im Haushalt zählen alle Geräte, die einen überdurchschnittlichen Energiebedarf aufweisen. Dies trifft besonders auf Geräte im Dauerbetrieb zu – oder auf ältere Elektrogeräte. Sie verbrauchen oft mehr Strom als moderne, energieeffiziente Alternativen und können dadurch Ihre Stromkosten unnötig in die Höhe treiben.
Wie in unserer Infografik dargestellt, fallen besonders Kochen, Bügeln und Trocknen sowie Kühl- und Gefriergeräte ins Gewicht, was den Stromverbrauch im Haushalt betrifft.
Wenn Sie Ihren Energieverbrauch effektiv senken möchten, sollten Sie die größten Stromfresser in Ihrem Haushalt identifizieren – denn genau sie machen den größten Anteil Ihrer Stromrechnung aus.
Lassen Sie uns daher gemeinsam Raum für Raum eine typische Wohnung betrachten. Die folgenden Werte beziehen sich dabei auf einen Drei-Personen-Haushalt und sind als ungefähre Durchschnittsangaben zu behandeln. Eine kWh entspricht dabei der Energiemenge, die ein Gerät mit einer Leistung von einem Kilowatt pro Stunde verbraucht.
Kühlschränke, Gefrierschränke oder andere dauerhaft laufende Haushaltsgeräte gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt, sind aber unverzichtbar. Da sie nicht einfach abgeschaltet werden können, kann der Austausch gegen ein modernes, energieeffizientes Gerät eine sinnvolle Lösung sein.
Modelle mit hoher Energieeffizienzklasse verbrauchen deutlich weniger Strom und können sich durch die eingesparten Energiekosten nach einigen Jahren bezahlt machen.
Neben den großen Stromfressern gibt es auch viele kleine Geräte in der Wohnung, die in der Summe erheblich zum Stromverbrauch beitragen. Hierzu zählen beispielsweise:
Ein weiterer heimlicher Stromfresser ist der Stand-by-Modus vieler Elektrogeräte. Er ist praktisch, da Geräte so jederzeit schnell einsatzbereit sind – doch dieser Komfort kann sich unmittelbar auf die jährliche Stromrechnung auswirken.
Viele Geräte wie Fernseher, Spielekonsolen, Drucker oder Stereoanlagen verbrauchen selbst im Stand-by-Modus noch Energie, oft über mehrere Stunden täglich. Um diesen unnötigen Verbrauch zu reduzieren, empfiehlt es sich, Geräte vollständig auszuschalten oder abschaltbare Steckdosenleisten zu nutzen, die den Stromfluss komplett unterbrechen.
Tipp: Funksteckdosen können das Ausschalten erleichtern, weil Sie sich nicht mehr zu jedem Gerät bewegen müssen, sondern komfortabel zur Fernbedienung greifen können.
Viele der oben genannten Elektrogeräte sind sehr beliebt, doch wirkt sich ihre Nutzung unmittelbar auf die jährliche Stromrechnung aus. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Kosten entstehen können, wenn wir der Bundesnetzagentur folgen und von einem durchschnittlichen Haushaltskunden-Strompreis von 41,59 Cent pro Kilowattstunde ausgehen (Stichtag 1. April 2024):
| Gerät | Jährlicher Stromverbrauch | Jährliche Stromkosten |
|---|---|---|
Alte Heizungspumpen |
600–800 kWh |
ca. 250–333 Euro |
Beleuchtung |
400 kWh |
ca. 166 Euro |
Elektroherd |
445 kWh |
ca. 185 Euro |
Fernsehgerät |
190 kWh |
ca. 79 Euro |
Gefrierschrank |
415 kWh |
ca. 173 Euro |
Geschirrspüler |
245 kWh |
ca. 102 Euro |
Kühlschrank |
330 kWh |
ca. 137 Euro |
Wäschetrockner |
325 kWh |
ca. 135 Euro |
Waschmaschine |
200 kWh |
ca. 83 Euro |
WLAN-Router |
135 kWh |
ca. 56 Euro |
Übrigens: Vermeiden Sie es unbedingt, Ihre Geräte über die eigentliche Nutzungsdauer hinaus stundenlang im Stand-by-Modus zu lassen – Ihr Konto wird es Ihnen danken, wenn die nächste Stromrechnung kommt.
Um den Stromverbrauch einzelner Geräte zu ermitteln, empfehlen wir zum Beispiel den Einsatz eines Strommessgeräts, das Sie im Baumarkt erwerben oder bei der Verbraucherzentrale ausleihen können.
Schließen Sie das Strommessgerät einfach wie ein Verlängerungskabel zwischen Steckdose und Stecker an und führen Sie eine Messung durch. Eine Messtabelle hilft Ihnen dabei, den Überblick zu bewahren.
Alternativ können smarte Steckdosen, die über eine App gesteuert werden, detaillierte Verbrauchsdaten liefern – alle relevanten Informationen bekommen Sie einfach auf Ihr Handy.
Wenn Sie über das ganze Jahr Ihren Stromverbrauch messen, wird es so auch möglich, bestimmte Zeiträume und Jahreszeiten miteinander zu vergleichen.
Tipp: Berechnen Sie Ihren ungefähren Stromverbrauch mit der folgenden Formel:
Wohnfläche in Quadratmetern × 9 kWh + Personenanzahl × 200 kWh (bei elektrischer Warmwasseraufbereitung 550 kWh) + Anzahl großer Haushaltsgeräte × 200 kWh = jährlicher Stromverbrauch
Nicht nur die großen Stromfresser im Haushalt wirken sich erheblich auf den Energieverbrauch aus, auch kleine Alltagsgewohnheiten tragen dazu bei. Mit ein paar einfachen Tipps zum Energiesparen schonen Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern leisten gleichzeitig auch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.
Mitarbeiterin im Online-Marketing & E-Commerce
Mit besonderem Fachwissen in den Bereichen Strom und Energiesparen entwickelt sie zielgerichtete Strategien, um Menschen für effiziente Energienutzung und nachhaltige Lösungen zu sensibilisieren. Mit ihrer Expertise verbindet sie digitale Kommunikation mit praxisnahen Tipps, die sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen zugutekommen.
Weitere Informationen über Lara Hundt LinkedIn