Arbeitspreis erklärt
Der Arbeitspreis (Verbrauchspreis) gibt Kosten pro verbrauchter Kilowattstunde Strom oder Gas an.
Arbeitspreis/Verbrauchspreis oder Grundpreis – was zählt wirklich beim Strom- und Gastarif? Finden Sie heraus, wie Sie clever sparen können!
Der Arbeitspreis (Verbrauchspreis) gibt Kosten pro verbrauchter Kilowattstunde Strom oder Gas an.
Der Grundpreis deckt fixe Kosten, unabhängig vom Verbrauch.
Niedriger Grundpreis lohnt bei geringem Verbrauch.
Hoher Grundpreis und niedriger Arbeitspreis vorteilhaft für Vielverbraucher.
Flexible und dynamische Tarife bieten Chancen, aber auch Risiken.
Jährliche Berechnung hilft bei Wahl des optimalen Tarifmodells.
Der Grundpreis deckt die festen Kosten wie Zählerbetrieb und Verwaltung ab, der Arbeitspreis (auch Verbrauchspreis genannt) wird pro verbrauchter Kilowattstunde berechnet. Beide ergeben zusammen den Strompreis.
Ja, es gibt Anbieter ohne Grundgebühr. Diese Angebote lohnen sich meist für sehr niedrige Verbräuche.
Aktuell sind in Deutschland Arbeitspreise zwischen 32 und 40 Cent pro Kilowattstunde üblich und als gut einzustufen.
Ja, im monatlichen Abschlag werden Grundpreis und Arbeitspreis zusammen anteilig verrechnet. So entstehen über das gesamte Jahr verteilt gleichmäßige Zahlungen.
Bei Strom und Gas entscheidet der Arbeitspreis (auch Verbrauchspreis genannt) maßgeblich über Ihre jährlichen Energiekosten. Doch wie setzt er sich zusammen und welche Unterschiede gibt es? Wir erklären es verständlich.
Der Arbeitspreis beschreibt bei Strom den verbrauchsabhängigen Anteil Ihrer Energiekosten. Anders gesagt: Je mehr Strom Sie verbrauchen, desto stärker wirkt sich dieser Preis auf Ihre Stromabrechnung aus. Er wird in Cent pro Kilowattstunde angegeben und setzt sich aus den Faktoren Strombeschaffung, Netzentgelte sowie Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen.
Beim Gas zeigt der Arbeitspreis, was Sie pro Kilowattstunde genutztem Erdgas zahlen. Neben dem eigentlichen Gasbeschaffungspreis beeinflussen vor allem Netzentgelte, der CO₂-Preis sowie Steuern und Abgaben die Höhe dieses Preises. Gerade bei Gas schwanken die Preise üblicherweise stärker als bei Strom.
Der Grundpreis taucht auf jeder Strom- und Gasrechnung auf. Doch was genau steckt hinter diesem fixen Kostenanteil? Wir erklären die Zusammensetzung.
Der Grundpreis beim Strom ist der Anteil Ihrer Stromrechnung, der völlig unabhängig von Ihrem tatsächlichen Verbrauch anfällt. Er deckt grundlegende Kosten ab, die Ihrem Energieversorger regelmäßig entstehen. Dazu gehören zum Beispiel die Bereitstellung und Wartung Ihres Stromzählers, Ableseservice, Netzentgelte und die Erstellung der Rechnung. Ob Sie viel oder wenig Strom sparen oder verbrauchen – diese fixen Kosten entstehen immer.
Ähnlich wie beim Strom gibt es auch beim Gas einen Grundpreis. Dieser feste Bestandteil Ihrer Gasrechnung entsteht ebenfalls unabhängig von Ihrem Verbrauch. Hiermit werden z. B. Kosten für Zählermiete, Wartungsarbeiten am Gasnetz sowie Service und Abrechnung finanziert.
Die Wahl eines passenden Modells hängt stark vom eigenen Verbrauch ab. Doch auch, ob der Strom-Grundpreis monatlich oder jährlich abgerechnet wird, spielt eine Rolle. Folgende Modelle sind üblich:
Grundpreis und Arbeitspreis bei Strom und Gas bestimmen maßgeblich Ihre Energiekosten. Doch was ist besser – ein niedriger Grundpreis oder Arbeitspreis? Das hängt vor allem von Ihrem Verbrauch ab.
Für Haushalte, die zunächst vorsichtig testen möchten, könnte ein Tarif mit Grundpreisfreiheit für eine bestimmte Zeit – etwa der TEAG.Strom easy-Tarif mit sechsmonatiger Grundpreisfreiheit – eine gute Einstiegsoption sein.
Prüfen Sie unbedingt Ihre Jahresabrechnung, um zu entscheiden, was besser ist – niedriger Grundpreis oder Arbeitspreis für Strom und Gas.
Anhand konkreter Rechenbeispiele lässt sich am besten erkennen, ob für Sie ein Tarif mit höherem Grundpreis und niedrigerem Arbeitspreis oder umgekehrt vorteilhafter ist. Ein einfacher Stromrechner (wie von der TEAG) für Grund- und Arbeitspreis kann hierbei helfen, die für Sie optimale Entscheidung zu treffen. Um die ideale Kombination aus Grund- und Arbeitspreis beim Strom berechnen zu können, benötigen Sie lediglich Ihren jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden (kWh).
| Tarif-Modell | Grundpreis/Jahr | Arbeitspreis | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
Niedriger Grundpreis, hoher Arbeitspreis |
120 Euro |
42 Cent/kWh |
750 Euro |
Hoher Grundpreis, niedriger Arbeitspreis |
250 Euro |
35 Cent/kWh |
775 Euro |
Ergebnis:
In diesem Szenario ist bei niedrigem Verbrauch der Tarif mit höherem Grundpreis insgesamt teurer. Somit lohnt sich für Singles oder Personen mit geringem Stromverbrauch meist eher der Tarif mit niedrigerem Grundpreis, auch wenn der höhere Arbeitspreis zunächst womöglich das Gegenteil vermuten lässt.
| Tarif-Modell | Grundpreis/Jahr | Arbeitspreis | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
Niedriger Grundpreis, hoher Arbeitspreis |
120 Euro |
40 Cent/kWh |
1.720 Euro |
Hoher Grundpreis, niedriger Arbeitspreis |
250 Euro |
34 Cent/kWh |
1.610 Euro |
Ergebnis:
In diesem Fall ist der Tarif mit höherem Grundpreis, aber niedrigerem Arbeitspreis eindeutig die günstigere Option.
| Tarif-Modell | Grundpreis/Jahr | Arbeitspreis | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
Niedriger Grundpreis, hoher Arbeitspreis |
150 Euro |
14 Cent/kWh |
3.050 Euro |
Hoher Grundpreis, niedriger Arbeitspreis |
220 Euro |
12 Cent/kWh |
2.620 Euro |
Ergebnis:
Gerade bei höheren Gasverbräuchen zeigt sich der Vorteil eines niedrigeren Arbeitspreises klar.
Sachbearbeiterin Pricing
Sabine Matting ist Pricing Managerin mit umfassender Expertise in der Strom-/ Gaspreiskalkulierung und -berechnung. Sie entwickelt präzise und marktgerechte Preisstrategien, die den wirtschaftlichen Erfolg sichern. Dabei kombiniert sie fundierte Analysen mit einem klaren Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Kundenzufriedenheit.