Wann sollte man heizen?
Bei einer Außentemperatur von etwa 14 bis 16 °C die Heizung einschalten.
Wenn die Temperaturen sinken und die Zeit kommt, es sich drinnen gemütlich zu machen, startet die Heizperiode. Was Sie wissen müssen.
Bei einer Außentemperatur von etwa 14 bis 16 °C die Heizung einschalten.
Die Heizperiode dauert üblicherweise vom 1. Oktober bis 30. April.
Der Gebäudetyp (Baujahr, Isolierung) hat Einfluss darauf, wann die Heizung eingeschaltet werden sollte.
Mietminderung ist rechtlich möglich, wenn der Vermieter nicht eine Mindesttemperatur von tagsüber 20°C gewährleistet.
Raumtemperatur von mindestens 18 °C und regelmäßiges Stoßlüften helfen gegen Schimmelbildung.
Die Heizperiode beginnt in der Regel, wenn die Außentemperaturen unter 15 °C fallen. In Deutschland wird sie allgemein als Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. April festgelegt, kann jedoch auch in Mietverträgen anders geregelt sein.
Grundsätzlich sollten Sie bei Außentemperaturen von etwa 14 °C bis 16 °C beginnen zu heizen. Ab dieser Temperatur wird es in den Wohnräumen häufig unangenehm kühl. Die Entscheidung hängt jedoch auch von der Dämmung des Hauses ab. Achten Sie daher nicht nur auf die Außentemperatur. Ein guter Richtwert ist vielmehr, wenn die Innentemperatur im Raum unter 18 °C fällt.
Schimmel kann sich bei einer Raumtemperatur unter 16 bis 18 °C in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit bilden. Eine relative Luftfeuchtigkeit von über 70 % und kalte Wände begünstigen die Schimmelbildung besonders.
Die Heizperiode dauert in der Regel vom 1. Oktober bis 30. April. Abhängig von den Außentemperaturen und der Isolierung des Gebäudes kann das Heizen jedoch auch früher oder später notwendig werden.
Ein Vermieter muss sicherstellen, dass in den Wohnräumen zwischen 6:00 und 23:00 Uhr eine Mindesttemperatur von 20 °C erreicht wird. In Badezimmern und Toiletten sind es 21 °C. Eine Nachtabsenkung auf 18 °C ist erlaubt. Die Heizperiode beginnt oft ab dem 1. Oktober, aber es gibt keine feste gesetzliche Regelung, wann genau die Heizung angestellt werden muss.
Die Frage, ab wie viel Grad Außentemperatur man die Heizung einschalten sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem vom persönlichen Empfinden und den energetischen Eigenschaften des Hauses. Eine allgemeine Faustregel besagt, dass die Heizperiode in der Regel bei Außentemperaturen unter 15 °C beginnt. In diesem Bereich kann es im Inneren des Hauses bereits unangenehm kühl werden, sodass viele Haushalte dazu neigen, die Heizung anzuschalten, um eine angenehme Raumtemperatur zu erreichen.
Fachlich spricht man hierbei von der Heizgrenztemperatur: Sie beschreibt die Außentemperatur, unterhalb derer ein Gebäude mehr Wärme verliert, als durch interne Wärmequellen (Menschen, Geräte, Sonneneinstrahlung) gewonnen wird – und ab der deshalb geheizt werden muss, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.
Hier eine grobe Übersicht, ab wann Sie je nach Gebäudearten die Heizung anmachen sollten:
| Gebäude | Außentemperatur |
|---|---|
Baujahr vor 1977 |
ab 15 bis 17 °C |
Baujahr 1977–1995 (nach WSchVO) |
ab 14 bis 16 °C |
Ab Baujahr 1995 (nach WSchVO 95) |
ab 12 bis 15 °C |
Niedrigenergiehaus |
ab 11 bis 14 °C |
Passivhaus |
ab 9 bis 11 °C |
Quelle: effizienzhaus-online.de
In gut gedämmten Häusern oder Neubauten kann die Heizung noch länger warten, während in (unsanierten) Altbauten oder schlecht isolierten Wohnungen die Heizung oft schon bei höheren Außentemperaturen eingeschaltet werden muss. In Altbauten geht durch die schlechten Dämmwerte viel Wärme verloren, weshalb es bei kühleren Außentemperaturen schneller kalt wird und man eher heizen muss.
Achten Sie daher nicht nur auf die Außentemperatur. Ein guter Richtwert ist vielmehr, wenn die Innentemperatur im Raum unter 18 °C fällt. Dann sollten Sie mit dem Heizen beginnen, um einen angenehmen Raumkomfort zu gewährleisten und das Auskühlen des Hauses zu verhindern. Dies hilft nicht nur dabei, den Wohnkomfort zu erhalten, sondern auch Schimmelbildung zu vermeiden, die durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und zu niedrige Temperaturen begünstigt wird.
Schimmelbildung in den eigenen vier Wänden wird durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen begünstigt. Besonders in den kühleren Monaten, wenn die Außentemperaturen sinken und die Heizung noch nicht läuft, steigt das Risiko, dass sich Schimmelsporen entwickeln – vor allem in wenig belüfteten Bereichen.
Um Schimmelbildung vorzubeugen, sollte die Raumtemperatur stets über 18 °C liegen. Besonders in den Übergangsmonaten, wenn es draußen kühler wird, aber die Heizung noch nicht läuft, kann sich die Luftfeuchtigkeit erhöhen und die Gefahr von Schimmelbildung steigt.
Auch Mieter, die längere Zeit abwesend sind, müssen dafür sorgen, dass die Wohnung nicht auskühlt und Schäden entstehen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, jemanden zu beauftragen, der sich um die Wohnung kümmert, oder smarte Thermostate zu verwenden, um die Heizung aus der Ferne zu steuern. Bei sehr niedrigen Temperaturen besteht ansonsten nicht nur die Gefahr von Schimmel, sondern auch das Risiko von Schäden an der Heizanlage.
Neben der richtigen Raumtemperatur ist regelmäßiges Stoßlüften wichtig, um Feuchtigkeit aus den Räumen zu entfernen. Auch bei winterlichen Außentemperaturen sollten Sie daher morgens und abends für einige Minuten stoßlüften, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise zwischen 40 % und 60 % liegen. Werte über 70 % können die Schimmelgefahr besonders an kalten Wänden erhöhen.
Temperaturregler und Smart-Home-Anwendungen helfen dabei, die Raumtemperatur optimal zu steuern und Wärmeverlust im Haus auszugleichen. So können Sie nicht nur Schimmelbildung vermeiden, sondern sparen obendrein Heizkosten.
Apropos Sparen: Wenn Sie die Raumtemperatur nur um ein Grad Celsius absenken, verringern Sie Ihren Energieverbrauch bereits um bis zu 6 % – ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung für Ihre Heizkosten. Besonders, wenn Sie mit Gas heizen, können Sie so effektiv Gas sparen.
Es gibt keine gesetzliche Heizperiode, jedoch ist der Vermieter verpflichtet, für eine angemessene Beheizung der Wohnung zu sorgen. Das Mietrecht schreibt vor, dass in Wohnräumen zwischen 6 Uhr und 23 Uhr eine Mindesttemperatur von 20°C und in Badezimmern und Toiletten 21 °C erreicht werden muss. Eine Nachtabsenkung auf 18 °C ist dabei grundsätzlich erlaubt und wird als rechtens angesehen.
In der Regel wird die Heizperiode in Deutschland auf den Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. April festgelegt, da in dieser Zeit die Außentemperaturen niedrig genug sind, um das Heizen erforderlich zu machen. Anderslautende Regelungen können jedoch auch im Mietvertrag vereinbart werden, sodass in bestimmten Fällen eine abweichende Heizperiode gelten kann.
Sollte der Vermieter während dieses Zeitraums seine Heizpflichten nicht erfüllen und die Wohnung nicht ausreichend beheizen, hat der Mieter grundsätzlich das Recht auf Mietminderung. Der Mieter hat in solchen Fällen das Recht, einen Teil der Miete einzubehalten, wenn nachweislich die Raumtemperaturen nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Vorab muss der Mieter jedoch dem Vermieter eine Frist setzen, in der der Mangel behoben werden muss.
Aber auch außerhalb dieser Heizperiode muss der Vermieter bei einem plötzlichen Temperatursturz sicherstellen, dass die Mindesttemperaturen in den Wohnräumen erreicht werden. Das heißt, auch wenn die Heizperiode noch nicht begonnen hat, muss der Vermieter bei kalten Außentemperaturen dafür sorgen, dass die Innenräume nicht unter die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwerte fallen.
Wie lange Sie heizen sollten, hängt vor allem von der Raumtemperatur, den Außentemperaturen sowie Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Um Energie zu sparen und gleichzeitig ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten, sollte das Ziel eine konstante Temperatur im Raum sein, die den Komfort aufrechterhält, ohne unnötige Heizkosten zu verursachen.
In Wohnräumen sollte die Temperatur tagsüber zwischen 20 °C und 22 °C liegen, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Nachts oder bei Abwesenheit kann die Temperatur auf 18 °C abgesenkt werden.
Die Heizperiode endet in der Regel am 30. April. Bis dahin sind die Außentemperaturen oft noch so niedrig, dass die Heizung erforderlich ist. Danach kann die Heizung bei wärmerem Wetter zunehmend abgestellt oder heruntergeregelt werden.
Die Heizzeiten innerhalb dieser Heizperiode sollten dabei immer an die tägliche Nutzung und das Wetter angepasst werden. Sinkt die Außentemperatur und kühlen die Innenräume schnell aus, sollte die Heizung länger laufen, um eine angenehme Raumtemperatur zu halten. An Tagen mit milderem Wetter kann die Heizung früher heruntergeregelt werden.
Wie lange Sie heizen müssen, hängt dabei auch von der Isolierung des Gebäudes ab. In einem gut gedämmten Haus bleibt die Wärme länger erhalten, was bedeutet, dass die Heizung weniger lange laufen muss. In Altbauten oder schlecht isolierten Wohnungen ist es oft notwendig, die Heizung länger laufen zu lassen, um die Temperatur konstant zu halten.
Zusätzlich können smarte Thermostate helfen, die Heizung nur dann zu aktivieren, wenn sie wirklich benötigt wird. So können Sie Heizkosten senken, indem Sie sicherstellen, dass die Heizung nur zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Intensität arbeitet.
Energieberater für Produkte und Dienstleistungen
Matthias Pfütsch ist Energieberater für TEAG-Produkte und Dienstleistungen für unsere Privatkunden. Er unterstützt unsere Kunden dabei, effiziente und nachhaltige Energieanwendungen umzusetzen und geeignete TEAG-Produkte zu nutzen. Dabei kombiniert er technisches Know-how mit praxisorientierter Beratung für maximale Energieeinsparungen.
Weitere Informationen über Matthias Pfütsch LinkedIn