Gasverbrauch berechnen und umrechnen – einfach von m³ zu kWh

Erfahren Sie, wie Sie Ihren Gasverbrauch berechnen, von m³ in kWh umrechnen und Ihre Gaskosten besser verstehen können.

8 min Lesezeit

Geprüft von: Sabine Matting, Sachbearbeiterin Pricing

Auf einen Blick: Gasverbrauch berechnen

Gasverbrauch berechnen

Berechnen Sie den Gasverbrauch mit der Formel: m³ × Brennwert × Zustandszahl.

Brennwert & Zustandszahl

Der Brennwert gibt an, wie viel Energie ein Kubikmeter Gas liefert, die Zustandszahl gleicht Schwankungen aus.

Gasverbrauch hochrechnen

Jahresverbrauch basierend auf aktuellem Zählerstand berechnen, saisonale Schwankungen berücksichtige

Durchschnittlicher Verbrauch

Vergleichen Sie Ihren Verbrauch mit Durchschnittswerten deutscher Haushalte, basierend auf der Wohnfläche.

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Häufig gestellte Fragen

Wie rechnet man den Gasverbrauch in kWh um?

Um den Gasverbrauch von m³ in kWh umzurechnen, verwenden Sie die Formel:
Gasverbrauch in kWh = m³ × Brennwert × Zustandszahl. 

Der Brennwert gibt die Energie im Gas an, und die Zustandszahl korrigiert Schwankungen durch Temperatur und Druck.

Wo finde ich Brennwert und Zustandszahl?

Den Brennwert und die Zustandszahl finden Sie auf Ihrer Gasabrechnung. Suchen Sie im technischen Teil oder unter den Verbrauchsdaten – sie können auch unter den Begriffen „Brennwertfaktor“ und „Z-Zahl“ aufgeführt sein. 

Diese Werte benötigen Sie, um Ihren Gasverbrauch zu berechnen.

Warum wird Gas in kWh berechnet?

Gas wird in m³ gemessen, da es ein Volumenprodukt ist. Für die Abrechnung zählt jedoch die Energie, die aus diesem Gas gewonnen werden kann. Um den tatsächlichen Gasverbrauch zu berechnen, wird diese Energie daher in Kilowattstunden (kWh) umgerechnet. 


Gasverbrauch umrechnen: Die Formel von m³ in kWh erklärt

Wer seinen Gasverbrauch berechnen oder vergleichen möchte, stößt schnell auf zwei unterschiedliche Einheiten: Kubikmeter (m³) und Kilowattstunden (kWh). Der Gaszähler in Haushalten zeigt den Verbrauch meist in Kubikmetern an – beim Ablesen sehen Sie also, wie viel Gas tatsächlich durch Ihre Leitung geflossen ist. Auf der Jahresabrechnung Ihres Energieversorgers taucht hingegen fast immer der Wert in Kilowattstunden auf.

Für Verbraucher kann das verwirrend sein – doch die Umrechnung ist notwendig und logisch nachvollziehbar. Gas ist ein Volumenprodukt – daher misst der Zähler, wie viel Gas durch Ihre Leitung geflossen ist. Diese Menge wird in Kubikmetern (m³) angegeben. 

Für die Abrechnung zählt aber nicht das Volumen, sondern die Energie, die daraus gewonnen werden kann. Und diese wird in Kilowattstunden (kWh) ausgedrückt – genau wie bei Strom. Um also den tatsächlichen Gasverbrauch zu berechnen, muss das verbrauchte Gasvolumen in eine Energiemenge umgerechnet werden.

Wie wird der Gasverbrauch berechnet?

Die Formel, um den Gasverbrauch zu berechnen, lautet:
Gasverbrauch in kWh = m³ × Brennwert × Zustandszahl

Was ist der Brennwert?

Der Brennwert gibt an, wie viel Energie in einem Kubikmeter Gas steckt – also wie viel Wärme daraus gewonnen werden kann. Er hängt von der Gasqualität ab und wird vom Netzbetreiber regelmäßig gemessen. Der Brennwert liegt in Deutschland meist zwischen 8,0 und 12,5 kWh/m³. Je höher der Brennwert, desto mehr Energie liefert das Gas pro Kubikmeter – und desto effizienter wird geheizt oder gekocht.

Was ist Zustandszahl?

Die Zustandszahl hilft dabei, den Gasverbrauch realistisch zu berechnen. Denn Gas dehnt sich aus oder zieht sich zusammen – je nachdem, wie warm es ist oder wie hoch der Luftdruck am Wohnort ist. Die Zustandszahl gleicht diese natürlichen Schwankungen aus und sorgt dafür, dass die in Kubikmetern gemessene Gasmenge korrekt in Kilowattstunden umgerechnet wird. Sie wird vom Netzbetreiber festgelegt und hängt vor allem von Temperatur, Luftdruck und der Höhenlage Ihres Wohnorts ab. Typisch sind Werte zwischen 0,95 und 1,0.

Wo finde ich Brennwert und Zustandszahl?

Sowohl der Brennwert als auch die Zustandszahl werden von Ihrem örtlichen Netzbetreiber ermittelt – Sie müssen also nichts selbst messen oder schätzen, wenn Sie Ihren Gasverbrauch berechnen wollen. Beide Werte finden Sie in der Regel auf Ihrer Gasabrechnung, meist im technischen Teil oder unter der Verbrauchsaufstellung. Je nach Anbieter können sie auch unter Bezeichnungen wie Brennwertfaktor für Brennwert oder Z-Zahl für Zustandszahl aufgeführt sein.


Gasverbrauch berechnen: Eigenen Bedarf verstehen und hochrechnen

Wer den eigenen Energiebedarf besser nachvollziehen möchte, kann mit wenigen Zahlen den Gasverbrauch und die Gaskosten berechnen – sei es auf Basis der letzten Jahresabrechnung oder mit dem aktuellen Zählerstand. Das hilft nicht nur beim Kostencheck, sondern auch, um mögliche Nachzahlungen frühzeitig einzuschätzen.

Beispielrechnung anhand der letzten Gasabrechnung

Am einfachsten können Sie Ihren Gasverbrauch berechnen, wenn Sie auf Ihre letzte Gasabrechnung zurückgreifen. Darin finden Sie die wichtigsten Angaben wie den Gasverbrauch in Kubikmetern (m³), den Brennwert und die Zustandszahl. Mit diesen Werten lässt sich Ihr Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh) umrechnen.

  • Verbrauch: 1.200 m³
  • Brennwert: 11,2 kWh/m³
  • Zustandszahl: 0,98

Um den Gasverbrauch zu berechnen, multiplizieren Sie nun einfach diese Werte: 

1.200 × 11,2 × 0,98 = 13.171,2 kWh

Diese Energiemenge entspricht Ihrem tatsächlichen Gasverbrauch im Abrechnungszeitraum – und ist die Grundlage für Ihre jährlichen Gaskosten.

Gasverbrauch hochrechnen mit aktuellem Zählerstand

In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, den voraussichtlichen Jahresverbrauch auf Basis des aktuellen Zählerstandes hochzurechnen – zum Beispiel, wenn Sie gerade erst Gas in einer neuen Wohnung angemeldet und noch keine Erfahrungswerte haben. Auch wer bewusst Gas sparen möchte, kann so überprüfen, ob sich das veränderte Verhalten bereits im Verbrauch niederschlägt, und so die voraussichtlichen Gaskosten berechnen. 

Um den bisherigen Gasverbrauch zu berechnen, ziehen Sie den letzten bekannten Zählerstand (z. B. vom 1. Januar oder der letzten Abrechnung) vom aktuellen Stand ab. Mit Brennwert und Zustandszahl lässt sich daraus die bereits verbrauchte Energiemenge in Kilowattstunden (kWh) berechnen.

  • Zählerstand am 1. Januar: 5.000 m³
  • Aktueller Stand am 31. Mai: 5.380 m³
  • Differenz: 380 m³
  • Brennwert: 11,2
  • Zustandszahl: 0,98

Um den aktuellen Gasverbrauch zu berechnen, multiplizieren Sie die berechnete Differenz mit dem Brennwert und der Zustandszahl: 

380 × 11,2 × 0,98 = 4.174,7 kWh

Das ist Ihr bisheriger Verbrauch in den ersten fünf Monaten des Jahres.

Aber: Der Gasverbrauch schwankt im Jahresverlauf erheblich – besonders in der Heizsaison steigt er deutlich an. In den Wintermonaten fällt der Energieverbrauch deutlich höher aus als im Sommer. Wenn Sie Ihren Gasverbrauch mit einem einfachen Monatsdurchschnitt berechnen, würden Sie diese Schwankungen nicht abbilden. Besser ist es also, sich an typischen Verbrauchsmustern zu orientieren.

Ein Blick auf die Verbrauchsdaten eines Musterhaushalts zeigt, wie unterschiedlich die monatlichen Verbrauchsanteile am Gesamtjahresverbrauch sind:

  • heizintensive Monate (November bis März): Ø ca. 14 % pro Monat
  • Übergangsmonate (April, September, Oktober): Ø ca. 7 % pro Monat
  • verbrauchsarme Monate (Mai bis August): Ø ca. 2 % pro Monat

In unserem Beispiel beträgt der bisherige Verbrauch von Januar bis Mai 4.175 kWh. Die enthaltenen Monate entsprechen zusammen etwa 51%:

  • Januar–März: 3 × 14 % = 42 %
  • April: 7 %
  • Mai: 2 %

Mit diesen Werten berechnen wir dann den voraussichtlichen Gasverbrauch im Jahr: 

4.175 / 0,51 = 8.186,3 kWh 

So erhalten Sie eine fundierte Schätzung auf Basis des bisherigen Verbrauchs – inklusive realistischer Berücksichtigung der Heizphasen im weiteren Jahresverlauf.

Hinweis: Die tatsächlichen Verbrauchswerte können je nach Haushalt, Gebäudetyp und Heizverhalten abweichen. Die genannten Monatsanteile basieren auf Durchschnittswerten eines Musterhaushalts und dienen zur Orientierung.


Durchschnittlicher Gasverbrauch nach Wohnfläche: Wo liege ich im Vergleich?

Wenn Sie Ihren eigenen Gasverbrauch berechnet oder grob abgeschätzt haben, stellt sich fast automatisch die Frage, wie Ihr Verbrauch im bundesweiten Vergleich aussieht: Ist Ihr Verbrauch normal, eher hoch oder niedrig?

Als grobe Faustregel gilt für durchschnittlich gedämmte Wohngebäude: Wird nur die Heizung mit Gas betrieben, kann man mit etwa 140 kWh pro Quadratmeter und Jahr rechnen. Wird zusätzlich auch das Warmwasser mit Gas erzeugt, erhöht sich der durchschnittliche Verbrauch auf rund 160 kWh pro Quadratmeter.

Beispielhafte Richtwerte:

Wohnfläche Nur Heizung (140 kWh/m²) Heizung + Warmwasser (160 kWh/m²)

50 m²

ca. 7.000 kWh

ca. 8.000 kWh

80 m²

ca. 11.200 kWh

ca. 12.800 kWh

120 m²

ca. 16.800 kWh

ca. 19.200 kWh

150 m²

ca. 21.000 kwh

ca. 24.000 kWh

Der tatsächliche Gasverbrauch hängt jedoch von vielen Faktoren ab, darunter:

  • Haushaltsgröße und individuelles Heizverhalten
  • Gebäudetyp: Ein frei stehendes Einfamilienhaus verbraucht in der Regel mehr als ein Reihenhaus oder eine Etagenwohnung in einem Mehrfamilienhaus
  • Baujahr des Gebäudes sowie der energetische Zustand

Insbesondere das Baujahr hat einen erheblichen Einfluss: In Häusern, die vor 1977 erbaut wurden, liegt der Verbrauch aufgrund fehlender Dämmung und älterer Heizsysteme häufig deutlich höher als in Neubauten oder modernisierten Altbauten. In einem Neubau kann der Gasverbrauch bis zu 50 % geringer ausfallen.

Der Vergleich mit Durchschnittswerten auf Basis der Wohnfläche hilft demnach zwar, einen ersten Überblick zu gewinnen. Doch der tatsächliche Verbrauch hängt stark von den individuellen Gegebenheiten Ihres Hauses und Ihrem Heizverhalten ab. Das sollten Sie beachten, wenn Sie Ihren Gasverbrauch berechnen und vergleichen wollen.


Hoher Gasverbrauch? Was Sie jetzt tun können

Falls Ihnen beim Berechnen des Gasverbrauchs auffällt, dass dieser höher als der Durchschnitt liegt, bedeutet das nicht sofort, dass teure Sanierungen notwendig sind. Es gibt viele Faktoren, die den Verbrauch beeinflussen, und nicht immer muss eine aufwendige Investition in eine neue Heizung oder Dämmung erfolgen.

Ein guter erster Schritt ist, Ihr Heizverhalten zu überprüfen: 

  • Heizen Sie nur die Räume, die Sie tatsächlich nutzen?
  • Achten Sie auf eine konstante Raumtemperatur?
  • Vermeiden Sie unnötig langes Lüften in den kalten Monaten?

Hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre Heizkosten ohne größere Investitionen senken können, finden Sie in unserem Artikel Gas sparen.

Falls Sie jedoch Einsparpotenziale durch eine bessere Dämmung oder effizientere Heiztechnik vermuten, könnte eine Thermografie-Analyse oder ein BlowerDoor-Test sinnvoll sein, um Schwachstellen und Wärmeverluste zu identifizieren. In unserem Ratgeber-Artikel erfahren Sie außerdem, was Sie bei der Umrüstung einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe beachten müssen.  

Zusätzlich zur Optimierung Ihres Verbrauchs kann auch ein Wechsel des Gastarifs dazu beitragen, Ihre Kosten zu senken. Die TEAG-Gastarife bieten Ihnen flexible und transparente Preisoptionen. Unabhängig davon, ob Sie in einem kleinen oder großen Haushalt leben, profitieren Sie von fairen Konditionen, die sich nach Ihrem tatsächlichen Verbrauch richten. Zudem sind die TEAG-Gastarife bundesweit verfügbar, sodass Sie überall in Deutschland von den Vorteilen profitieren können.


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Unsere Expert*in

Porträt von Sabine Matting

Sabine Matting

Sachbearbeiterin Pricing

Sabine Matting ist Pricing Managerin mit umfassender Expertise in der Strom-/ Gaspreiskalkulierung und -berechnung. Sie entwickelt präzise und marktgerechte Preisstrategien, die den wirtschaftlichen Erfolg sichern. Dabei kombiniert sie fundierte Analysen mit einem klaren Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Kundenzufriedenheit.